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Nach
dem Tode des Regierungschefs und in Folge von Auseinandersetzungen
mit den „Oruku“ im Streit um die Vorherrschaft im
Lande, musste die Gemeinschaft der Umu-Ode ihre
Heimat verlassen. Sie wurden vertrieben, verloren
Häuser, Land und damit auch ihre Existenzgrundlage.
An
ihrem Zufluchtsort leben sie nun seit 11 Jahren
unter erbärmlichsten Bedingungen, sie sind ohne
jegliches Einkommen. Die Umu-Ode leben von Almosen
und der Unterstützung durch Freunde.
Grundlegende
Bedürfnisse wie Schutz und Essen können nur schwerst
gedeckt werden, viele Menschen schlafen noch immer
im Freien unter Bäumen. Die Folge sind schlechte
hygienische Verhältnisse, Unterernährung und Krankheit.
Die Kindersterblichkeit und sogar die Erwachsenensterblichkeit
ist dramatisch angestiegen.
Um
den Lebensunterhalt nur in Grundzügen zu decken,
müssen junge Mädchen sexuelle Ausnutzung ertragen,
die Zahl der schwangeren Minderjährigen ist stark
gestiegen. Einhergehend damit ist die stetige Gefahr
dass sie sich mit dem HIV-Virus infizieren.
Eine
Existenz zwischen Leben und Tod.
Pater
Tobe Nnamani will nun die Gesamtsituation umfänglich
verändern. Hierzu zählen z. B. die Schaffung von
Arbeitsplätzen, die Unterstützung eines Hospitals,
Hilfe für die Landwirtschaft, Wiederherstellung
der kulturellen Identität und auch die Schulausbildung
für die Kinder.
Unter
diesen Umständen - die Menschen versuchen
einfach zu überleben - stellt eine Schulausbildung
den reinen Luxus dar. Ohne Aussicht auf eine nur
im geringsten annehmbare Zukunft, ist jedoch ein
Leben, geprägt von Kriminalität und Armut, vorprogrammiert.
Die Situation würde sich nur noch weiter verschlechtern.
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